Urnerboden
Der Urnerboden liegt im Kanton Uri, eingebettet im hintersten Teil des Schächentals auf rund 1’370 Metern über Meer. Er ist sowohl über den Klausenpass als auch von Linthal im Kanton Glarus her erreichbar und bildet damit eine geografische Besonderheit: eine weite, offene Alpfläche, die sich deutlich von den engen, steilen Tälern der Zentralschweiz abhebt. Als grösste Alp der Schweiz wirkt der Urnerboden beinahe wie eine eigene kleine Welt – geprägt von sanften Wiesen, verstreuten Alphütten und dem ruhigen Rhythmus der Alpwirtschaft.
Die Zufahrt von Linthal hinauf zum Urnerboden führt durch eine eindrückliche Landschaft. Zwischen Linthal und dem Urnerboden stürzt der Wasserfall Bärglistüber über steile Felsstufen ins Tal. Besonders nach Regen oder zur Schneeschmelze zeigt er seine ganze Kraft und begleitet die Strasse mit seinem Rauschen – ein markanter Übergang vom engen Talraum in die offene Weite des Urnerbodens.
Von hier aus öffnen sich zahlreiche Wege in die umliegende Bergwelt. Eine eindrückliche Tour führt vom Urnerboden oder von der Bergstation des Fisetenpasses hinauf zur Claridenhütte. Bereits die Fahrt mit der kleinen Seilbahn zum Fisetenpass hebt den Blick über die weiten Alpflächen hinweg in eine zunehmend hochalpine Szenerie. Der anschliessende Weg zur Hütte führt durch karges Gelände, vorbei an Blockfeldern, alpinen Matten und kleinen Bächen, die sich ihren Weg durch die Landschaft suchen.
Mit jedem Schritt verändert sich die Perspektive: Hinter einem liegen die sanften Formen des Urnerbodens, vor einem bauen sich die vergletscherten Gipfel rund um den Clariden auf. Die Claridenhütte selbst liegt erhöht in einer rauen, offenen Umgebung und vermittelt das Gefühl, am Übergang zwischen belebter Alplandschaft und stiller Hochgebirgswelt zu stehen.








