Oberalppass
Der Oberalppass verbindet die Ortschaften Sedrun in der Surselva im Kanton Graubünden mit Andermatt im Urserental im Kanton Uri. Die Passhöhe liegt auf 2’044 m ü. M. im Gemeindegebiet von Tujetsch. Unmittelbar westlich der Passhöhe liegt der leicht angestaute Oberalpsee, der von den weiten, hochalpinen Landschaften rund um den Pass umgeben ist.
Der Oberalppass bildet die Wasserscheide zwischen dem Vorderrhein auf der Bündner Seite und der Oberalpreuss auf der Urner Seite. Südlich des Passes liegt der auf 2’345 m ü. M. gelegene Tomasee (Lai da Tuma), der als Quelle des Rheins gilt. Von der Passhöhe führen verschiedene Wanderwege in die umliegende Bergwelt, unter anderem zum Tomasee, zum Pazolastock und in die Val Maighels.
Die heutige Passstrasse wurde 1862 und 1863 gebaut. Eine besondere Bedeutung für die Verbindung zwischen Uri und Graubünden hat heute die Matterhorn Gotthard Bahn. Die ehemalige Furka-Oberalp-Bahn nahm 1926 den Betrieb über den Pass auf. Die Bahnstrecke führt durch die hochalpine Landschaft und überquert die Passhöhe in einem kurzen Scheiteltunnel. Auch der Glacier Express verkehrt auf dieser Strecke zwischen Zermatt und St. Moritz und erreicht am Oberalppass seinen höchsten Punkt.
Während die Passstrasse in den Wintermonaten wegen der Schneeverhältnisse geschlossen ist, bleibt die Bahnverbindung ganzjährig bestehen. Im Winter verwandelt sich der Oberalppass in eine weite, stille Schneelandschaft. Die verschneiten Hänge, die markanten Berggipfel und die rote Matterhorn Gotthard Bahn bilden dabei einen reizvollen Kontrast und machen den Pass auch in der kalten Jahreszeit zu einem eindrucksvollen Fotomotiv.





































