Blick von der Rotenflue
Die Rotenflue erhebt sich oberhalb von Schwyz als markanter Aussichtspunkt zwischen Mythengebiet und Muotatal. Ihr Name stammt vom rötlich schimmernden Nagelfluhgestein, das besonders bei tief stehender Sonne warm aufleuchtet. Der Berg ist kein schroffer Gipfel, sondern eine offene Hochfläche mit Weiden, Felsbändern und sanften Kuppen, die den Übergang von Voralpen zu Alpen spürbar macht.
Von der Rotenflue schweift der Blick über das Talkessel von Schwyz, zum Vierwaldstättersee und hinüber zu den Mythen, deren scharfe Silhouetten einen deutlichen Kontrast zur ruhigen Form der Rotenflue bilden. Auf der anderen Seite öffnet sich das Muotatal mit seinen bewaldeten Hängen und tief eingeschnittenen Schluchten. An klaren Tagen zeichnen sich in der Ferne die Glarner und Berner Alpen ab.
Die Umgebung ist geprägt von Alpweiden, Bergföhren und kleinen Moorflächen, in denen im Sommer Insekten schwirren und Glocken der Weidetiere den Raum füllen. Der Wind trägt den Geruch von Gras und Fels, während sich die Landschaft je nach Jahreszeit stark wandelt – von blühenden Matten im Frühsommer bis zu einer stillen, oft schneebedeckten Weite im Winter. Die Rotenflue ist kein lauter Ort, sondern einer, an dem die Voralpen ihre ruhige, erdige Seite zeigen.





















