San Giacomo 2026
Das Val Bedretto bildet den obersten Abschnitt des Valle Leventina im Kanton Tessin. Zwischen Airolo und dem Nufenenpass erstreckt sich das alpine Tal mit seinen verstreuten Weilern, ausgedehnten Alpweiden und markanten Bergketten. Abseits der grossen Verkehrsachsen zeigt sich hier eine ursprüngliche Berglandschaft, in der sich weite Hänge, felsige Gipfel und klare Bergbäche abwechseln.
Auf einer hoch gelegenen Geländeterrasse steht die kleine Kapelle San Giacomo. Umgeben von Weiden und der eindrücklichen Bergwelt gehört sie zu den charakteristischen Orten im hinteren Bedrettotal. Von hier führt der Weg weiter zum Passo San Giacomo, einem rund 2300 Meter hohen Grenzübergang zwischen der Schweiz und Italien. Schon im Mittelalter überschritten Händler diesen Pass, der das Val Bedretto mit dem italienischen Val Formazza verbindet.
Der Alpenpässe-Weg, Route 6, führt durch das Val Bedretto und eröffnet unterwegs immer wieder weite Ausblicke auf die umliegenden Berge und das Tal. Der Höhenweg verläuft durch offene Alpenlandschaften, vorbei an Bergbächen und über weitläufige Hänge. Die wechselnden Perspektiven und das Zusammenspiel von Licht, Fels und Vegetation verleihen dieser Gegend ihren besonderen Reiz.
Auf italienischer Seite liegen nahe dem Passo San Giacomo die Laghi Boden. Die kleinen Bergseen fügen sich in eine karge Hochgebirgslandschaft aus Geröll, alpinen Matten und schroffen Gipfeln ein. Im klaren Wasser spiegeln sich die umliegenden Berge, während die Sonne einzelne Hänge beleuchtet und andere noch im Schatten liegen lässt.
Die Gegend um San Giacomo verbindet stille Orte wie die kleine Kapelle mit historischen Passwegen und einer weitläufigen alpinen Landschaft. Der Wechsel zwischen dem offenen Panorama des Bedrettotals und der abgeschiedenen Umgebung der Laghi Boden macht diesen Grenzraum zwischen dem Tessin und dem italienischen Val Formazza besonders reizvoll.



























































